Zur Familie der Capsicum zählen ca. 30 Gattungen. Die meisten Sorten stammen ursprünglich aus Mittel- bzw. Südamerika und kamen mit der Seefahrt nach Europa.

Capsicum-Arten mögen einen nährstoffreichen, humusreichen, kalkhaltigen Boden und viel Wärme. Einige vertragen erstaunlich viel Schatten. Viele mögen keine pralle Mittagssonne.
Das Capsaicin ist verantwortlich für die Schärfe aller Sorten. Es ist dem Koffein sehr ähnlich, daher die kreislaufanregende Wirkung. Es gibt Menschen, die allergisch auf die scharfen Inhaltsstoffe reagieren – Herzklopfen, Atemnot.

Beschneiden der Chilipflanzen:

Viele Sorten der Art C. baccatum und fast alle der Art C. frutescens haben den Drang hoch zu wachsen – sie können 1,5 Meter hoch werden.Um dem entgegenzuwirken wird bei diesen Arten, wenn sie eine Höhe von ca. 30 cm erreicht haben, die Spitze oberhalb eines Knotens (Blattverzweigung) abgeschnitten. Dadurch wachsen sie buschig und tragen auch besser.

 

 

Die wichtigsten Capsicum-Arten:

capsicum annuum
Reicht vom milden Gemüsepaprika bis zu den scharfen Cayennes. In dieser Gruppe findet man alle möglichen Farben und Formen. Der Name annuum (einjährig) ist nicht immer zutreffend – sie können ohne weiteres überwintert werden!! Laut Toni von MoPeppers ist die Ernte vom Jalepeno im 2. Jahr phänomenal!

capsicum baccatum
Wird in Südamerika als „aji“ bezeichnet – stammt wahrscheinlich aus Bolivien oder Peru.
Bei den baccatums findet man eine große Vielfalt an Formen und Farben, sowie unterschiedlichste Geschmacksrichtungen. Es gibt sie von mild bis scharf.

capsicum chinese
Diese Art zählt mit den Habaneros zu den schärfsten Chilis der Welt. Auch hier gibt es eine große Vielfalt an Farben und Formen. Neben ihren brillanten Farben und der extremen Schärfe haben Habaneros einen typisch köstlichen fruchtigen Geschmack, der an Aprikosen erinnert und der mit keinem anderen Chili vergleichbar ist.
Die größten Anbaugebiete liegen in der Karibik sowie in Südamerika östlich der Anden.

capsicum frutescens
Zu dieser Gattung zählt der sehr bekannte Tabasco. Unter den frutescens gibt es weniger verschiedene Formen und Größen.

capsicum pubescens
Diese Gattung, die in Südamerika „rocoto“ genannt wird, hebt sich am deutlichsten von allen anderen capsicum-Gattungen ab. Die Blätter sind behaart, die Blüten violett und die Samenkörner sind schwarz. Sie sollen bis zu 15 Jahre alt werden. Die Früchte haben teils die Form von Äpfeln (manzano) oder Birnen (peron). Diese Gattung war bereits bei den Inkas in Kultur. Laut Michael Mattick loht es sich nicht Rocotos zu überwintern, da sie im 1.Jahr am besten tragen!

Bestimmung der Capsicum-Arten – Bericht von Helmut Pummer im Gartentagebuch.

 

Rezept für Tabascosoße:
Frische, reife, scharfe Früchte, egal welcher Sorte, halbieren und entkernen. Dann mit Essig im Mixer pürieren. Nach Belieben weiter mit Essig verdünnen. Kühl stellen.
Vorsicht! Keine Schleimhäute mit den Fingern berühren!!!

 

Zu den Sorten 2018

 

 (c) GARTENGALERIE Wonderful nature – Guggi & Gerhard Tischler

 

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